Über Zeitgeschichte stolpern – Ein historischer Ausflug der 4. Klassen

Die Stolpersteine. Ein Kunstprojekt von Günter Demnig, das seit dem Jahr 1992 versucht das Grauen des Nationalsozialismus nicht zu vergessen. Was als Kunst im Raum in Köln begann, ist inzwischen in allen Ländern, wo die Nationalsozialisten ihre blutigen Spuren hinterließen implementiert. Demnig verlegt kleine  aus Messing bestehende Gedenktafeln im Boden der Gehwege von Städten, wo Menschen während des nationalsozialistischen Regimes verfolgt, vertrieben und ermordet wurden. Über diese Gedenktafeln „stolpern“ die Fußgänger förmlich. Das macht dieses Projekt einzigartig, da die Menschen nicht bewusst stehen bleiben müssen um eine Gedenktafel zu lesen. Sie werden beim Gehen aus ihren Alltag gerissen. Sie stolpern eben über diese Steine. Damit werden sie beinah gezwungen sich mit den Messingtafeln zu beschäftigen. Sie müssen sich an die beschriebenen Personen erinnern. Und damit werden diese Vertriebenen, verfolgten und ermordeten Personen auch nicht vergessen.

Sich erinnern. Genau das machten die Schülerinnen und Schüler der 4. Klassen auch – und das intensiver als das die Fußgeher im Alltag üblicherweise beim „darüber Stolpern“ machen. Denn die Schülerinnen und Schüler bereiteten sich auf den Ausflug vor. Sie recherchierten Einzelschicksale zu den Steinen und trugen diese vor Ort, beim Stolperstein, auch bravourös vor. Die Schicksale der Personen interessierten sogar soweit, dass intensiv bei den Lehrpersonen nachgefragt wurde. Ausgehend von dem kleinen Einzelschicksal wurden somit Fragen aufgeworfen, die zum großen Verständnis über diese Zeit führten. Ein gelungener historischer Ausflug.

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